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Sprühtrocknungsdüse Typ SDX
Allgemeines und ein bisschen Historie
Düsen des Typ SDX bestehen im wesentlichen aus einer Drallkammer (engl. swirl chamber) mit einem konisch zulaufenden Einlasskanal, sowie einer Bohrungsplatte (engl. orifice plate). Dieses Düsensystem wurde vor mehreren Jahrzehnten von dem US-englischen Düsenhersteller Delavan entwickelt und befindet sich seither fast unverändert im Einsatz. Das SDX Düsensystem wird zwischenzeitlich von einigen Düsenherstellern in modifizierten oder abgewandelten Formen hergestellt.
Weltweit sind circa 15.000 Sprühtrocknungsanlagen aktiv. Die Hälfte davon wird mit Scheibenzerstäubern als Zerstäubersystem betrieben. Etwa 500 Anlagen werden nur mit Düsen betrieben und etwa 7.000 Anlagen mit Scheibenzerstäubern oder Düsen als Zerstäubersystem. In den Sprühtrocknungsanlagen, in denen Düsen zum Einsatz kommen, werden ca. 85-90% Düsen des System SDX eingesetzt
Die SDX Standard Düse Als erste Version der SDX Düsen kam die SDX Standard Düse zum Einsatz. Die Abdichtung der Bohrungsplatte, des Düsengehäuses und der Düsenkappe erfolgte mit Flachdichtungen. Damit diese ausreichend dicht waren und sind, ist für die Montage und Demontage der Düse Werkzeug und Muskelkraft nötig. Die SDX Standard Düse hat auch heute noch einen hohen Verbreitungsgrad.
Die SDX-III Düse Weniger Werkzeugeinsatz und die Verbesserung der Dichtwirkung zeichnet die Weiterentwicklung der SDX Standard Düse zur SDX-III Düse aus. Wesentlicher Unterschied ist die Abdichtung von Bohrungsplatte, Düsenkappe und des Düsenkörpers mit O-Ringen. Diese Düse kann ohne Werkzeug von Hand zusammengeschraubt werden und ist dicht bei Betriebsdrücken von bis zu 350 bar.
Die SDX-IV Düse Als Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, der US-Düsenhersteller Bete mit seinem TD Düsensystem den australischen und neuseelaendischen Sprühtrocknungsmarkt komplett übernommen hatte, wurde mit der SDX-IV Düse das entsprechende Äquivalent zu der Bete Düse vorgestellt. Der wesentliche Unterschied zu der SDX-III Düse ist, dass die Drallkammern sich in einem Hartmetallklotz konstanter Höhe befinden. Dadurch bekommt das Düsengehäuse mit der Düsenkappe immer eine exakt definierte Endlage, nach der Montage der Düse. Das wieder ermöglicht, den verbleibenden Spalt mit einer breiteren Flachdichtung zu versehen und so gegen Pulverablagerungen zu schützen. Das Außengewinde des Düsengehäuses wird geschützt und unterliegt somit nicht mehr einem erhöhten Verschleiß.
Die SDX-Technikum Düse Mit der SDX-Technikum Düse können Anwender das Zerstäubungsprinzip unter Beibehaltung von Drall, Durchsatz, Pumpendruck etc. auch an kleineren Sprühtrocknern oder Technikumsanlagen darstellen. Wesentlicher Unterschied zu der SDX-III Düse ist hier, dass die Drallkammern sich in einem Hartmetallklotz konstanter Höhe befinden. Dadurch bekommt das Düsengehäuse mit der Düsenkappe immer eine exakt definierte Endlage nach der Montage der Düse. Im weiteren hat die Düse nur knapp 25 mm Außendurchmesser.
Die SDX-Cip Düse Die neueste Entwicklung im Bereich der SDX Düsen stellt die SDX-Cip Düse dar. Die Abdichtung erfolgt auch hier mit O-Ringen. Das System ist von Hand montierbar bzw. mit einem geringen Einsatz von Werkzeug demontierbar. Wesentliche Veränderung ist ein Klipp-Mechanismus, der in ähnlicher Form als Klipp- und Fixiermechanismus auch bei den Düseneinsätzen von Scheibenzerstäubern oder bei Lackierdüsen zu finden ist. Zudem ist der Durchmesser der Drallkammer nicht mehr 1" (1 Inch, oder 25,4 mm) sondern nur noch knapp 3/4" (ca. 19 mm). Somit hat die Drallkammer den gleichen Außendurchmesser wie eine Bohrungsplatte oder die Abschlussplatte. Die Drallkammer ist so konstruiert, wie man das von der SDX-IV Düse oder der TD Düse der Firma Bete kennt. Ein Hartmetallklotz konstanter Höhe beinhaltet die unterschiedlichen Drallkammern.
Weitere Entwicklungen Diese finden sich vor allem in den Hartmetallbauteilen Bohrungsplatte und Drallkammer. Hier haben massive Erhöhungen von Härtewerten und der Verbesserung von Korossionsbeständigkeit dazu beigetragen, dass wir Hartmetallbauteile ausliefern können, die deutlich längere Standzeiten als bisher aufweisen.Das von uns ausgelieferte Hartmetall verfügt über eine FDA-Zulassung
PC-Programm zur Auslegung von SDX Düsen
Mit der Eingabe der Spezifikation von Bohrungsplatte und Drallkammer sowie der Stoffdaten des Konzentrats ermittelt das PC Programm mit geringen Abweichungen die realen Durchsatzmengen, die üblicherweise von den Wasserdurchsätzen aus den Tabellen abweichen.
Die Handhabung und Einweisung in dieses Programm ist Teil unseres Schulungsprogrammes. Näheres lesen Sie im Menue Schulungen / Seminare. Die Software kann bei uns auf Anfrage auch ohne Teilnahme an einer Schulung erworben werden.
Für Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Unter Kontakt finden Sie Ihren Ansprechpartner.
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